Foto von Reinhard

Reinhardt Schelle-Grote
Rat Einheitsgemeinde Bienenbüttel
Fraktionsvorsitzender

Bienenbüttel
Architekt, Bauleiter im Hochbau, jetzt pensioniert
R.SchelleGrote@gmx.de

Renate Niemann
Rat Einheitsgmeinde Bienenbüttel
Ortsvorsteherin in Varendorf

Dipl.-Agraringenieurin
Varendorf
renate.niemann-varendorf@freenet.de

Heiner Scholing
Rat Einheitsgemeinde Bienenbüttel und Kreistagsabgeordenter

Kreisvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Schulleiter einer Förderschule im Ruhestand
Von 2013-2017 erster grüner Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Uelzen
h.scholing@t-online.de

12.01.2021

Grüne Bienenbüttel: Öko-soziale Wohnformen im neuen Baugebiet

Reinhardt Schelle-Grothe

Einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz könnte das geplante Baugebiet an der Poststraße in Bienenbüttel leisten. Zumindest wenn es nach der Grünen-Fraktion im Gemeinderat geht. Die hat nun einen Antrag gestellt, der vorsieht, einen Teil der Fläche zu einem besonderen Wohnprojekt auszuweisen. Ziel soll es sein, architektonisch attraktive Wohngebäude zu realisieren, die „durch bauliche Maßnahmen und Gestaltung einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“.

Die Grundrisse der Gebäude sollten laut Antrag flexibel sein und generationsübergreifende Wohnformen möglich machen. Konkret soll es um vier oder fünf Grundstücke des geplanten Baugebiets gehen. Zur Umsetzung solle die Gemeinde ein Bieterverfahren durchführen. Die Bieter entwickeln eigene Vorstellungen der Gestaltung und Umsetzung.

Für die Bewertung der Bieterangebote schlagen die Grünen verschiedene Kriterien vor:
unter anderem die Erstellung eines städtebaulichen Konzepts, Freiflächenplanung, ökologische Gebäudegestaltung, Klimaschutz und Mobilitätskonzept. Ein ähnliches Projekt wird bereits im Uelzener Stadtteil Westerweyhe vorbereitet.

„Ein Projekt in der beschriebenen Art erscheint uns zukunftsorientiert und wäre auch eine gute und zeitgemäße Werbung für Bienenbüttel“, heißt es in dem Antrag. Das Projekt könne eine andere „Möglichkeit des Wohnens und des Lebens aufzeigen“, erklärt Grünen-Fraktionsvorsitzender Reinhard Schelle-Grote im Gespräch mit der AZ. Dabei soll der besondere Fokus auf dem ökologischen Charakter der Wohngebäude liegen.

„Zum Beispiel könnten die Gebäude mit Erdwärme oder einem kleinen Blockheizkraftwerk beheizt werden“, schildert Schelle-Grote. Auch der benötigte Strom könnte etwa über Fotovoltaikanlagen generiert werden. Ebenso stellt sich der Grünen-Fraktionsvorsitzende schadstofffreie Baumaterialien vor. „Wenn man sich mal anschaut, was heute sonst so bei Häusern an Dämmung draufgemacht wird – da ist das meiste später Sondermüll“, erklärt der Bienenbütteler.

Auch das Thema Mobilität könnte ein Schwerpunkt des Wohnprojektes sein. Dabei würde der Fokus auf der Reduzierung des Autoverkehrs liegen, betont Schelle-Grote: „Vielleicht könnten wir hier über ein Gemeinschaftsauto nachdenken.“ Aus Sicht der Grünen ist es von großer Bedeutung, dass ein solches Wohnprojekt im Kernort angesiedelt wird. „Denn die Menschen, die in solchen Wohnformen leben wollen, legen Wert auf die Verminderung des Autoverkehrs“, erläutert Reinhard Schelle-Grote und fügt hinzu: „Daher würden sie eher nicht in einen der abgelegenen Ortsteile ziehen.“

Inwieweit der Antrag in den Gremien auf Zustimmung treffen wird, kann Reinhard Schelle-Grote aktuell noch nicht einschätzen. Er ist aber optimistisch: „Ich denke nicht, dass sie grundsätzlich dagegen sein werden.“
Quelle: az-ePaper

27.11.2020

Grüne Bienenbüttel: Antrag auf Mähen im Herbst abgelehnt

Die Grünen im Gemeinderat Bienenbüttel sind mit ihrem Antrag gescheitert, die Wegeseitenränder der gemeindeeigenen Wege nur noch einmal im Jahr zu mähen, vorzugsweise im Herbst. So könnten viele Pflanzen besser überleben.
Obwohl mit dem späten Mähen in der Gemeinde Varendorf gute Erfahrungen gemacht wurden, berichtete Renate Niemann (Grüne), die Ortsvorsteherin von Varendorf, lehnte der Bauausschuss den Antrag der Grünen ab. Allerdings wurde ein Kompromiss beschlossen: Es sollte möglichst nicht vor Juni gemäht werden und der hintere, zum Feld liegende Abschnitt sollte "weitgehenst erhalten" bleiben.

Die Wahl der Bienenbütteler Bürgermeister*in soll erst am allgemeinen Kommunalwahltag im Herbst 2021 erfolgen. Dr. Merlin Frankes Amtszeit, die eigentlich am 31. März endet, würde um ein gutes halbes Jahr verlängert werden. So hat es der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Corona bedingten Zwangspause mit einem Vorratsbeschluss entschieden. Dieser ist abhängig von einer Drucksache im niedersächsischen Landtag, die die Verlängerung einer ablaufenden Amtszeit bis zum Kommunalwahltag ermöglicht und voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli beraten wird.
Gemeinsame Kandidat*innensuche
Eine spannende Entwicklung gab es zudem am Rande der Sitzung. Mathias Jeßen von der Kommunalpolitischen Alternative (KA), Arnold Witthöft (SPD) und Reinhard Schelle-Grote (Grüne) erklärten gegenüber der AZ, dass ihre Parteien für die Bürgermeister*innenwahl eine gemeinsame Kandidat*in suchen werden.
    „Uns ist es wichtig, dass es eine alternative Kandidat*in für die Wahl gibt“, betonten die drei Fraktionsvorsitzenden. Sonst ergebe eine Wahl keinen Sinn. Die gemeinsamen Bestrebungen gebe es seit rund drei Monaten, nachdem die jeweilige Suche nach einer geeigneten Kandidat*in in den eigenen Reihen nicht erfolgreich war. Viele Details zum gewünschten Profil wollen Jeßen, Witthöft und Schelle-Grote noch nicht nennen. Nur so viel:

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09.02.2021

Grüner Unmut in Bienenbüttel: Eichen erhalten

Quelle: Pixabay von Nika Akin

In Bienenbüttel wird ein neues Mehrzweckzentrum gebaut. In unmittelbare Nähe befinden sich 15 große alten Eichen. Die Grünen im Rat möchten diese Baumreihen, die direkt am Gehweg zur Niendorfer Straße stehen, unbedingt erhalten. Die Fraktion möchte erreichen, dass die betreffende Baumreihe im Bebauungsplan als schützenswert eingetragen wird.
Die Grünen werfen in diesem Zusammenhang Bürgermeister Franke (CDU) vor, ein Gutachten über den Zustand der Eichen nicht veröffentlicht zu haben. Nach Aussage der Verwaltung läge aber ein schriftliches Gutachten nicht vor, sondern lediglich eine Begutachtung durch einen Fachmann.
Die Grünen werden sich dafür einsetzen, möglichst viele der Bäume zu erhalten.

Der Betreiber eines örtlichen Pferdehofs in Hohnstorf plant, am südlichen Ortsrand ein Mitarbeiter- sowie ein Betriebsleiterhaus zu errichten. Dazu soll der Flächennutzungsplan geändert werden. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses war die Änderung des Flächennutzungsplans für diese Fläche nun neben Thema und sorgte für Diskussionen. Zwei weitere Flächen, die auch von der Änderung betroffen sind, waren dagegen kein Aufreger. Stadtplaner Frank Patt vom beauftragten Ingenieurbüro Patt aus Lüneburg stellte die Pläne vor. Im Vorentwurf war demnach eine große gemischte Baufläche vorgesehen, die außerhalb des eigentlichen Dorfes liegt. Nach zahlreichen Anmerkungen und Anregungen aus der Bevölkerung war der finale Entwurf angepasst worden, hin zu einer gemischten Baufläche und einer privaten Grünfläche mit Zweckbindung als Weide. „Damit ist klar, dass hier keine kleine Siedlung entstehen kann“, erklärte Patt.
   Zuvor hatten einige Hohnstorfer in ihren Anmerkungen unter anderem das befürchtet.
Der zuvor vorgelegte Plan habe „nur für Hohnstorf gesprochen für Irritationen gesorgt“, erklärt Heiner Scholing (Grüne). Die Fläche außerhalb des Dorfes erscheine den Anwohner als „überdimensioniert, wenn es nur um zwei Häuser geht“. Scholing stellte beispielhaft einige Erläuterungen, die sich in der Begründung für die Änderung des Flächennutzungsplanes finden, in Frage.

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Die Allgemeine Zeitung berichtet am 11. Dezember 2019. Von Lars Lohmann.
Wie soll sich Bienenbüttel in Zukunft entwickeln? Welche Strategie soll die Verwaltung dabei verfolgen?
Mit diesen Fragen setzten sich jetzt die Mitglieder des Bauausschusses auf Grundlage des Siedlungsentwicklungskonzepts auseinander. „Wir brauchen eine grobe Planungsgröße, um als Verwaltung arbeiten zu können“, sagte Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Die Verwaltung brauche eine Vorgabe aus der Politik, wie sie die Entwicklung Bienenbüttels strategisch ausrichten solle. Die Verwaltung schlug vor, einen Mix der Szenarien 3.1 und 3.2 zu verfolgen. Konkret heißt das, es sollen wenn möglich 70 Wohneinheiten pro Jahr in Bienenbüttel und seinen Ortsteilen entstehen. Das Ganze soll ein Mix aus Mehr- und Einfamilienhäusern sein. Damit hätte die Einheitsgemeinde nach dem Entwicklungskonzept 2025 rund 7400 Einwohner und 2030 zwischen 7830 und 7940 Einwohner.
Diesen Vorschlag wollten weder Grüne noch SPD mittragen....

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21.01.2020

Energie aus Wind oder Kohle? Bienenbütteler Bauausschuss diskutiert über Stromversorgung der Gemeinde

pixabay.com
Fotomontage

Soll die Einheitsgemeinde für ihre Gebäude demnächst Ökostrom beziehen oder weiterhin Normalstrom?
Diese Frage wird den Bienenbütteler Bau- und Umweltausschuss am kommenden Donnerstag, 23. Januar, ab 19 Uhr im Mühlenbachzentrum beschäftigen. Die Verwaltung empfiehlt rein aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung die Ausschreibung von Normalstrom – Ökostrom würde die Gemeinde laut Vorlage rund 4000 Euro mehr kosten. „Sollte sich in Zukunft keine Preisdifferenz mehr ergeben, könnte der Variante Ökostrom gefolgt werden“, heißt es weiter.
     „Das löst ein Kopfschütteln bei mir aus“, sagt Heiner Scholing (Grüne) auf Nachfrage der AZ. Man rede von 4000 Euro, die Ökostrom jährlich mehr kosten würde. Das sei auch in Anbetracht anderer Ausgaben im Haushalt eine vertretbare Summe. „Wir müssen aus der CO2-Produktion aussteigen. Die Folgekosten wären ungemein höher, wenn wir nichts tun“, sagt Scholing. Die Gemeinde habe eine Vorbildfunktion und solle mit gutem Beispiel vorangehen.
    „Ich finde es gut, dass wir dieses Thema transparent gegenüber den Bürgern ausdiskutieren werden“, sagt CDU-Fraktionschef Christopher Tieding. Wie die Partei entscheiden werde, stehe noch nicht fest, dazu werde es vor dem Ausschuss noch eine Fraktionssitzung geben. Dort werde eine gemeinsame Linie abgestimmt.
    „Ich persönlich kann mir einen Umstieg auf Ökostrom vorstellen“, sagt KA-Fraktionschef Mathias Jeßen. Man habe jetzt eine belastbare Zahl, was die Kosten betreffe. „Wenn das 4000 Euro sind, dann kann man das machen“, sagt Jeßen. Bei einer Fraktionssitzung vor dem Ausschuss werde man das Thema beraten.
    Für Arnold Witthöft (SPD) sind noch Fragen offen. So verstehe er nicht, warum die Ausschreibung von Ökostrom teurer sei als von Normalstrom. „Grundsätzlich sollten wir uns in Richtung Ökostrom orientieren, aber wir müssen auch die Kosten im Blick behalten. 4000 Euro sind schon heftig“, sagt er.

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