09.11.2020

Atommüllendlager - Grüne: Uelzen muss sich aktiv einbinden

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Die Suche für ein Endlager für hochradioaktiven Brennstoff wird ein langer und äußerst schwieriger Prozess werden. 
Dazu Markus Jordan, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag Uelzen: „Auch in unserem Landkreis sind Gebiete ausgewiesen, die für den Standort eines Endlagers näher untersucht werden sollen. Wir fordern den Landkreis auf, die Gremien und die Öffentlichkeit schnell zu informieren. Es muss auch geklärt werden, ob der Landkreis zur Sicherung der Interessen der Kreisbewohner*innen eine wissenschaftliche Unterstützung hinzuzieht. Wir müssen in diesem Prozess bis zur Teilkonferenz auf allen Ebenen aktiv werden."
Die Grünen im Kreistag haben dazu einen Antrag gestellt.

Am 28. September 2020 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung einen ersten Zwischenbericht über möglich Standorte für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle vorgelegt. In der öffentlichen Berichterstattung hat die Entscheidung, dass Gorleben als Standort raugenommen wurde, einen breiten Raum eingenommen. Dass in unserer Region aber Teilgebiete näher untersucht werden sollen, hat in der Öffentlichkeit bzw. in den Gremien des Landkreises bisher nur eine geringe bzw. keine Beachtung gefunden.
Dies sind die Teilgebiete Wettenbostel/Ebstorf (Steinsalz), Niendorf II/ Wieren/ Bodenteich (Steinsalz) und Rosche/Thondorf (ebenfalls Steinsalz). Das Verfahren zur Endlagersuche setzt auf wissenschaftliche Begleitung und Partizipation. Zu den Teilgebieten sollen Fachkonferenzen eingerichtet werden.
Vor diesem Hintergrund stellen wir folgenden Antrag an den Kreistag:
1. Der Landkreis informiert in den Gremien (Umweltausschuss, Kreistag) unverzüglich über das im Endlagersuchgesetz festgelegte Verfahren.
2. Der Landkreis berichtet über die im ersten Zwischenbericht aufgelisteten Teilgebiete in unserer Region. 3. Der Landkreis stellt dar, wie er sich in die Fachkonferenzen der Teilregionen einbringen und wie er dies vorbereiten wird.
4. Der Landkreis berichtet, ob es Planungen zur Hinzuziehung von externer Fachkompetenz gibt und welche Fragestellungen für eine solche Beauftragung in Frage kämen.



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