Eine Sprecherin der Grünen Jugend Uelzen sagt: „Wir sind kein Kanonenfutter für eine Regierung, die uns egal ist.“
Maxim Modrynski, einer der drei Sprecher der Jusos Uelzen/Lüchow-Dannenberg, möchte sich in seiner Position als Jugendorganisation der SPD nicht aus der Verantwortung ziehen, positioniert sich aber dennoch klar gegen die Wehrpflicht: „Pflichtdienste können nicht die Lösung sein, für Probleme, die strukturell sind.“ Besonders in der Corona-Zeit habe die Jugend viel zurückstecken müssen, „aber das Versprechen, dass es sich für uns auszahlt, wurde nie eingehalten. Stattdessen möchte man Menschen in den Krieg schicken, die eventuell eher in eine Therapie gehören würden“, erklärte er.
Modrynski ist sich bewusst, dass die sicherheitspolitische Lage nicht einfach sei, es jedoch „ausgebildetes, spezialisiertes Personal“ in der Bundeswehr brauche und keine „jungen Menschen, die nach der Schule ans Gewehr gezwungen werden“. Besonders betroffen von der Wehrpflicht seien „die Schwächeren“ und diejenigen, die sich „nicht freikaufen können“. Dabei sei gemeint, dass besonders Jugendliche aus finanziell schwächer aufgestellten Elternhäusern durch die Kostenübernahme von Führerscheinen oder die Erhöhung der Besoldung angesprochen werden und ihnen dadurch eine Möglichkeit zum sozialen Aufstieg geboten wird. Modrynski: „Wenn der Vater eine eigene Firma hat, hat man vielleicht die Möglichkeit, dort für 3000 Euro netto zu arbeiten, das haben viele Arbeiter nicht.“