Grüne: Das hat wehgetan!

      Von Forderungen nach Neuwahlen hält er nichts: „Wir können nicht immer neu wählen, wenn wir ein Problem haben. Und was wäre der Ausgang? Die Regierung in Berlin macht eine bessere Arbeit, als sie sich darstellt.“
     Auf Bundesebene Zuwächse, auf Landkreisebene leichte Stimmenverluste von 1,3 Prozent. Das ist vorläufige Ergebnis der CDU. Deren Kreisvorsitzender ist dennoch „sehr zufrieden“, wie er sagt. Seine Partei habe zwischen Bienenbüttel und Langenbrügge nahezu das Ergebnis aller Koalitionäre im Bund erreicht. „Das ist ein gewaltiger Dämpfer für die Ampel“, so Hillmer. Diese verliere bei den Wählern an Boden, „weil sie keine Probleme löst.“ Angesichts solcher Ergebnisse stelle sich schon die Legitimationsfrage der Koalition, so Hillmer. Sein Parteikollege und JU-Bezirksvorsitzender Jon Matz wird da noch deutlicher, fordert Neuwahlen: „Wenn nur ein Drittel der Wähler für die Regierungsparteien stimmt, dann kann es so nicht weitergehen. Es ist schon bedrückend, dass der Rückhalt nur so gering ist.“
     Christian Dörhöfer, Kreis-Chef des Uelzener AfD, war am Sonntag Gastgeber einer Gartenparty, wo die 15 Prozent gefeiert wurden. Er sagt: „Das Ergebnis entspricht den Erwartungen, wir schätzen uns glücklich über den Zuwachs – auch bundesweit.“ Die parallelen Kommunalwahl-Erfolge seiner Partei in Ostdeutschland hätten aber keine große Rolle gespielt. „Wir haben eher unseren Wahlkampf reflektiert.“ Das Migrationsthema bereite im Landkreis eher weniger Sorgen, die Themen Wirtschaft und Energiekrise trieben die Menschen eher um. Und die Ampel-Politik sei oft Grund genug, AfD zu wählen.
     Die FDP-Kreisvorsitzende Anja Schulz ist mit den 5,4 Prozent „ganz zufrieden“. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sei das Ergebnis besser, man habe leicht zugelegt. „Unsere Spitzenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist bei uns gewesen, wir haben nicht so einen Totalverlust erlitten wie andere Parteien. Und ja, der Bund spielt immer eine Rolle – aber man sollte nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen. Alleine mit Blick auf die Wahlbeteiligung muss von allen Parteien mehr kommen“, so die Bundestagsabgeordnete aus Testorf.
     Aus dem Stand gelingt es dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), im Landkreis auf 4, 5 Prozent zu kommen. Das sind 2182 Stimmen. Martin Platzer, Kreistagsmitglied und Unterstützer des Bündnisses, bewertet das „durchaus positiv“. Im Landkreis habe kein Wahlkampf stattfinden können, es gebe bisher nur einen Unterstützerkreis. Er habe aber am Sonnabend eine Friedenskundgebung auf dem Herzogenplatz auf die Beine gestellt und Flyer dabei verteilt.
Quelle: az-ePaper vom 1106.2023



zurück

Naturfoto des Monats

Die Gammaeule.
Fotografiert von Karl Steindorf, Ratsmitglied in Stoetze und begeisterter Naturfotograph.

GRUENE.DE News

<![CDATA[Neues]]>