BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Uelzen

Kreuzungsumbau in Uelzen: SPD und Grüne pro RadfahrerInnen

Sebastian Kohrs: Unsere Lösung entspricht dem Mobiliätskonzept

...      Das Planungsbüro LK Argus aus Kassel war von der Stadt gebeten worden, die Leistungsfähigkeit der Variante B – Vorrang für Radfahrer – erneut zu prüfen. Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky erklärte, dass im Ergebnis beide Möglichkeiten realisierbar seien. Jede habe Vor- und Nachteile. Die Ausgestaltung im Detail solle erst nach einem Sicherheitsaudit erfolgen, betonte Stefansky.
       Erwartungsgemäß tauschten die Mitglieder des Bauausschusses ihre Positionen abermals aus. „Ideologische Wünsche von einer Verkehrswende treffen auf gesunden Menschenverstand. Der kann nur pro Auto sein“, sagte Henning Gröfke (CDU). Knut Roenelt (WIR für Uelzen) fügte hinzu: „Für mich steht bei einem 8:1-Verhältnis außer Frage, dort Stopp-Schilder hinzustellen. Wir müssen die Interessen des Bürgers vertreten und ihn nicht erziehen.“
      Für die Grünen sagte Sebastian Kohrs: „Wenn die Kreuzung mit Variante B so leistungsfähig bleibt und es keine Verzögerungen gibt, warum machen wir dann nicht B? Ohnehin wird dort zu schnell gefahren. Und die Lösung entspricht dem Mobilitätskonzept.“ Seine Parteikollegin Elke Schulze ergänzte: „Der Radverkehr führt direkt in die Stadt, die Autos fahren außen herum. Aber wir wollen doch möglichst viele Leute bequem und gut in die Stadt bringen.“
      Klaus Knust (SPD) stichelte: „Selbst in der CDU-Fraktion gibt es doch immer mehr Radfahrer. Warum sollten wir das ausbremsen?“
      Cord Becker, beratendes Ausschussmitglied und als Vorstandsmitglied des ADFC Uelzen bekennender Fahrrad-Freund, sagte: „Wer eine bessere Infrastruktur baut, wird mehr Radfahrer ernten.“
Quelle: az-ePaper vom 21.02.2026



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