Im Stadtrat Uelzen sind 8 Parteien und Wählergemeinschaften vertreten.
CDU 13 Sitze, SPD 12, GRÜNE 5, UWG 2, AfD 2, FDP 2, Linke 1, WIR 1
Bürgermeister ist Jürgen Markwardt, SPD
Die Fraktionen der SPD und der GRÜNEN haben sich Ende 2024 zu einer Gruppe zusammengeschlossen.
Uelzen – Die Hansestadt Uelzen stellt sich aktuell die Frage, wie das Geld, das künftig bei Windkraft-Projekten in den Stadthaushalt gespült wird, verteilt werden soll. Zum Verständnis: Mit der sogenannten Akzeptanzabgabe sind Betreiber von Windkraftanlagen inzwischen gesetzlich verpflichtet, in Niedersachsen 0,2 Cent pro Kilowattstunde an Kommunen zu zahlen. Davon sollen die Bürger profitieren. Ihr Leben wird unter Umständen durch Schattenwurf und Lärmbelastung beeinträchtigt.
Nach den Worten von Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt sei ein Entwurf vorbereitet worden, mit dem sich klären solle, wie Gelder aufgeteilt werden. Er stellte die Möglichkeit in Aussicht, dass Ortsräte über Mittel verfügen könnten, um Projekte zu realisieren. Beraten werde die Politik darüber im neuen Jahr, vorab werde das Thema in den Fraktionen diskutiert.
Zur Sprache gekommen ist der Entwurf bei der Dezembersitzung des Stadtrates. Dort war die Sanierung des Groß Liederner Dorfgemeinschaftshauses im Rahmen der Haushaltsberatungen und auch in der Einwohnerfragestunde angesprochen worden. Wie berichtet, wird die Sanierung 780.000 Euro kosten. 200.000 Euro soll die Dorfgemeinschaft aufbringen, aber auch Gelder aus der Akzeptanzabgabe investiert werden.
Christof Schultz (Grüne), Mitglied des Ortsrates, hat in der Einwohnerfragestunde befürwortet, dass die Gelder für das Dorfgemeinschaftshaus eingestellt werden, zugleich hält er es für geboten, dass die Ortsräte ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Mittel aus der Akzeptanzabgabe bekommen. Schultz stammt aus Hanstedt II, gerade in der dortigen Gemarkung finden sich Windkrafträder.
Darauf reagierte Markwardt mit den Erläuterungen zum geplanten Verteilungsverfahren. Er sagte dabei auch: „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Ungerechtigkeiten schaffen.“ Auch Hanstedt II müsse von der Akzeptanzabgabe profitieren. (...)
Quelle: az-ePaper vom 29.12.2025
Uelzen – Ratsherr Till Manning (SPD) räumte ein, dass sich mancher wundern werde, was er zu sagen habe: Im Stadtrat sprach er am Montag von einem „guten Tag für Uelzen“ – auch wenn die Politik in der Sitzung über einen Doppelhaushalt zu befinden hatte, der für die Jahre 2026 und 2027 jeweils ein Defizit von 22,9 Millionen Euro ausweist. Warum er dennoch dem Tag etwas abgewinnen könne, erklärte Manning damit, dass „aus der demokratischen Mitte“ heraus Konzepte entwickelt worden seien, mit denen Uelzen sich von der schwierigen Finanzsituation befreien wollen.
Im Rat war zuvor immer wieder betont worden, dass Uelzen nicht selbstverschuldet in die Finanzmisere geraten sei. Kämmerer Dr. Florian Ebeling: „Der Hauptgrund ist die Vielzahl von Aufgaben, die nicht auskömmlich von Bund und Land finanziert werden.“ Bürgermeister Jürgen Markwardt (parteilos): „Wir werden von den anderen Ebenen im Stich gelassen.“ Und auch Markwardt lobte, dass aus dem Rat heraus Ideen entwickelt worden seien, Uelzen „auf Kurs zu bringen“. /...
Die Uelzener Fahrradpolitik wird in der Uelzener Kommunalpolitik derzeit heftig debattiert. Der Bauausschuss hat einen Antrag der GRÜNEN abgelehnt mit 5:5 Stimmen.
Der Bericht in der AZ vom 8.11.2025
Inzwischen gibt es eine neue Entwicklung. Der Verwaltungsausschuss, der nach dem Patt im Bauausschuss, entscheiden sollte, hat die Abstimmung in die kommende Ratssitzung verlegt.
Der Bericht in der AZ vom 12.11.2025
Im Stadtrat Uelzen wurde jetzt eine emotionale Debatte beendet. Die von der Verwaltung vorgeschlagene drastische Erhöhung der Gebühren für die Kindertagesstätten ist jetzt vom Tisch. Ursprünglich haben SPD und CDU sogar für eine Erhöhung gestimmt. Die GRÜNEN haben dazu einen Antrag gestellt, der in den ersten Beratungen keine Mehrheit fand. Aufgrund starker Eltern-Proteste sind nun SPD und CDU eingeknickt.
Der Bericht in der AZ
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Hansestadt Uelzen spricht sich entschieden gegen eine Erhöhung der Elternbeiträge in den Kindertagesstätten aus. Angesichts gestiegener Kosten der Kinderbetreuung sieht der Entwurf der Verwaltung auf Basis eines zehn Jahre alten Ratsbeschlusses vor, die anteiligen Kosten der Eltern für Krippenplätze von derzeit ca. 11,25 % auf 30 % zu erhöhen. Konkret bedeutet dies für eine ganztägige Betreuung (8 Stunden) eine Erhöhung in der Größenordnung von beispielsweise bisher 272 € auf 424 € in der Einkommensstufe 2 (+56 %) sowie von 400 € auf 657 € bei höheren Einkommen (+64 %).
„Familien waren in den letzten Jahren besonders von der hohen Inflation betroffen. Es ist ein völlig falsches Signal, sie finanziell noch stärker unter Druck zu setzen“, erklärt Dr. Timo Viehl, Ratsmitglied der GRÜNEN. „Krippenplätze sind einerseits ein zentrales Element der frühkindlichen Bildung. Andererseits sind sie enorm wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Aufgabe muss von der gesamten Gesellschaft getragen werden, nicht von einzelnen Elternhäusern.“ /...
Uelzen – Vor der angespannten weltpolitischen Lage verschließen Verwaltung und Politik der Hansestadt Uelzen nicht die Augen: Zur Schutz der Besucher innerstädtischer Veranstaltungen – vom Vitalmarkt mittwochs wie samstags über das Hanse- und Stadtfest bis zum Weinmarkt, Flohmärkten und dem Weihnachtszauber – sollen deshalb die Zufahrten über versenkbare Poller geschützt werden (AZ berichtete mehrfach). Im Ausschuss für Feuerwehr und Ordnungswesen wurden dazu am Dienstagnachmittag Details erörtert und der Beschlussvorschlag für den Stadtrat am kommenden Montag, 30. Juni, abgeändert.
Demnach soll die Verwaltung erwartungsgemäß mit der Umsetzung des Konzeptes zum Zu- und Einfahrtsschutz im Innenstadtbereich beauftragt werden. Allerdings soll die nicht in einem Rutsch erfolgen: Der Ausschuss folgte nach einer sehr engagierten Debatte dem Vorschlag von Bürgermeister Jürgen Markwardt, die Marktstraßen und den Herzogenplatz prioritär zu behandeln. Ähnliche Maßnahmen am Schnellenmarkt sollen erst nach Prüfung weitere Fördermöglichkeiten folgen. /...
Seit Jahren ein Dauerbrenner nicht nur im Landkreis Uelzen. Die Straßenausbaubeiträge. Bisher wurden bei Straßenreparaturen und Sanierungen die Anlieger nach einem Berechnungsverfahren teilweise herangezogen. Oftmals mit Beiträgen, die viele tausend Euro betragen haben. Und seit Jahren fordern Bürgerinitiativen die Abschaffung dieser Beiträge.
Jetzt scheint es im Kreis Uelzen einen Durchbruch gegeben zu haben:
In der Kurstadt Bad Bevensen ► sowie in der Kreisstadt Uelzen (Bericht in der AZ) werden die Beiträge jetzt eingestellt. Die Grünen stimmen in beiden Fällen auch dafür.
Scheitert das im Hundertwasser-Bahnhof geplante Architekturmuseum an der Fördersumme von 5867 Euro?
Für den grünen Kreistagsabgeordneten Dr. Timo Viehl ist das ein Unding.
Der Bericht in der Allgemeinen Zeitung Uelzen.
Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt Uelzen hat am Dienstagabend mit sechs Ja- bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung die Richtung vorgegeben. Folgt dieser Empfehlung am kommenden Montag, 28. April, in nicht-öffentlicher Sitzung der Verwaltungsausschuss, der die finale Entscheidung trifft? Sofern dem so sein sollte, wird die Stadtverwaltung beauftragt, das sogenannte „Energiespar-Contracting“ für die acht Uelzener Grundschulen und für die Stadtbücherei (insgesamt 16 Gebäude) umzusetzen.
Das bedeutet, dass ein auf Energietechnik spezialisierter Dienstleister im Optimalfall schon innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate vor allem die veralteten und deshalb ineffizienten wie teuren Heizungsanlagen durch neue ersetzen würde (AZ berichtete). Der Energieverbrauch würde sich so nach Berechnungen der Berliner Energieagentur um bis zu 53 Prozent reduzieren lassen, was wiederum das klamme Stadtsäckel um 228 000 Euro pro Jahr entlasten würde.
Quelle: az-ePaper vom 25.4.2025